Fußballverband Niederrhein e.V.
Kreis 5 - Grevenbroich - Neuss

1. WDFV-Frauen-Kongress am 21. April 2018

23.04.2018
Teilnehmer aus dem Kreis
Teilnehmer aus dem Kreis ©FVN e.V.

„Wiegt 50 Kilo mehr und steht dauernd im Weg….“.

Mit diesem lockeren Spruch begann am vergangenen Samstag der 1. WDFV-Frauen-Kongress in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena, zu dem sich ca. 100 Frauen, aber auch einige Männer eingefunden hatten. Nicht aber  fortgesetzte Anti-Männer-Parolen standen auf der Tagesordnung, sondern das Thema Ehrenamt.

In den Zeiten, in denen sich immer weniger ehrenamtliche Helfer finden lassen, setzt man vermehrt auf  Vielfalt.  Jung, alt, männlich, weiblich, Menschen mit Migrationshintergrund – überall schlummern nicht ausgeschöpfte Potentiale. So geraten nun auch vermehrt die Frauen ins Blickfeld. Seither sind sie diejenigen, die mit viel Engagement Kuchen backen oder Trikots waschen, in Führungspositionen sind sie jedoch eher selten vertreten. Wenngleich zwar in den letzten Jahren der Trend zu mehr Verantwortlichkeit seitens der Frauen zu erkennen ist, so wird auf Vorstandsebene der Sport nach wie vor überwiegend von Männern verwaltet.  Der Sportentwicklungsbericht von 2011/2012 belegt dies in eindrucksvollen Zahlen. Insbesondere in der Männerdomäne Fußball kommen in reinen Fußballvereinen im Schnitt lediglich 0,9 Frauen auf 6,9 Männer. Diese und noch mehr Zahlen wusste die DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball, Hannelore Ratzeburg, mitreißend und kurzweilig an die Frau zu bringen.

Das soll sich nun ändern. Macht ist nicht verwerflich, solange man sie nicht missbraucht. Frauen brauchen ein neues Verständnis im Umgang mit Macht und zur Bereitschaft, Führungsrollen auch in Sportvereinen und Sportgremien zu übernehmen. Mittlerweile sind gut ausgebildete Frauen unterwegs, die sich nicht hinter Männern verstecken müssen. Zumindest die zum Kongress angereisten Frauen aus den drei WDFV-Unterverbänden brachten dies als Ergebnisse aus den angebotenen Workshops denn auch eindrucksvoll zu Gehör.

Fazit: Frauenpower – (nicht nur) ein Gewinn für Verband und Verein !!